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Im Schatten von Notre-Dame

Paris anno 1483. Der Kopist Armand Sauveur kommt auf der Suche nach Arbeit an die Seine. Aber die Druckerpresse des Johannes Gutenberg hat in Paris bereits Einzug gehalten. Armands Lage ist verzweifelt: Von der Druckerperesse um Lohn und Brot gebracht, vom Bettlervolk überfallen, sieht er keinen Ausweg mehr. Plötzlich wendet sich sein Schicksal, als Claude Frollo, der Archidiakon von Notre-Dame, ihm eine Stellung, Kost und Logis anbietet. Der Auftrag, den ihm der unnahbare Frollo erteilt, erscheint Armand höchst ungewöhnlich ? er soll ein Buch über den Kometen von 1465 kopieren. Frollo ist auch sonst ein geheimnisvoller Mann, der Armands Neugier erregt. Als er dem Archidiakon durch einen geheimen Gang in eine unterirdische Kapelle folgt, wird er Zeuge einer mysteriösen Zusammenkunft und gerät ins Zentrum einer dunklen Verschwörung. Die Kathedrale von Notre-Dame, die feurige Zigeunerin Esmeralda und der bucklige Glöckner Quasimodo, die wir aus Victor Hugos großartigem Roman kennen, scheinen dabei wichtige Rollen zu spielen.

Gebundene Ausgabe: Scherz 1999 (vergriffen)
Taschenbuch: Knaur 2000, 713 Seiten, ? 9,90
Taschenbuch-Sonderausgabe: Knaur 2003, 713 Seiten, ? 8,--

Aus "Im Schatten von Notre-Dame":

Sie wird sterben, und ich kann es nicht verhindern. Der große schwarze Vogel, Sendbote des Todes, hat seinen Horst auf dem Mondberg verlassen und ist unterwegs, um seine mächtigen Schwingen über sie zu breiten. Sie ahnt es schon lange, und jetzt, da sich das Verhängnis den alten Mauern von Notre-Dame nähert, fühle ich es auch.

Dunkle Nacht, ewige Verbündete des Todesvogels, hat sich über Paris gesenkt, und die Häuser rund um die Kathedrale sind nur noch schemenhafte Wesen, kauernde Raubtiere, bereit zum Sprung. Die Seine ist eine riesige Schlange und ringelt sich um die Insel, jeden Fluchtweg versperrend. Alles hat sich verschworen, um ihr das junge Leben zu rauben.

In der wolkendüsteren Nacht zum sechsten Januar Anno Domini 1483 verwünschte ich den Satan Johannes Gutenberg mitsamt seiner schwarzschmierigen Druckerpresse und beschloß zu sterben. Nur durch den Tod, so glaubte ich damals, konnte ich dem Würgegriff der verwünschten Druckerzunft mit ihren monströsen Teufelsmaschinen entkommen.

  

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